Frau Sadra plaudert 11. Mai 2020

Frau Sadra plaudert 11. Mai 2020

Endlich wieder arbeiten.
Die erste Woche ist vorbei.

Aber Montag war das wirklich spookie,
weil alles anders gestanden hat.

Und es gibt besondere Regeln.
An die müssen wir uns halten.
Das ist sehr ungewohnt.
Wir müssen Abstand halten.
Wir müssen uns an die Pfeile auf dem Boden halten.
In der Spülküche gibt es aber keine Pfeile.
Da müssen wir selbst auf Abstand achten.

Diese Woche waren nicht so viele Menschen in der Cafeteria.
Morgens gibt es immer Brötchen.
Diesmal müssen wir die Brötchen ausgeben.
Eine Selbstbedienung ist nicht möglich.

Diese Woche habe ich das auch gemacht.
Da musste ich sogar Geld annehmen.
Aber ich brauchte dann immer Hilfe
Denn ich habe es nicht so mit Zahlen und Rechnen.

Freitags gibt es immer einen Brunch.
Unser Chef überlegt sich dann immer etwas.
Und kocht etwas Warmes.
Heute gab es Rührei.

Mittags gibt es immer warmes Essen.

In dieser Woche hat mein Chef gekocht.
Das war etwas Besonderes.
Sonst wird das Essen geliefert.

Es war noch etwas komisch für mich.
Ich hoffe das wird in der nächsten Woche besser.
Ich möchte auch wieder die Essensausgabe machen.
Darauf freue ich mich schon.

Und in der nächsten Woche kommen auch die Azubis wieder.
Ich freue mich sehr!

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Kämpfernatur

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich wohne seit 2001 in Bielefeld und bin durch Höhen und Tiefen gegangen.

Es ist interessant wie einige von Euch so sind, weil ich das Beste aus der Situation machen muss!

Einige schimpfen das ich Euch in Ruhe lassen soll und einige sind freundlich und zaubern mir ein lächeln aufs Gesicht. Es ist Gewöhnungssache wie man damit umgeht, weil ich Menschlich bin!

Im Moment bin ich stabil und es ist mir egal was ihr sagt, weil ich auf mein Bauchgefühl höre. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt, das muss ich mir nicht geben!

Keiner ist perfekt und ist mit dem Goldenen Löffel geboren, die Leute tun mir leid. Ich bin froh über jeden Kontakt den ich mir selber erarbeitet habe!

In diesem Sinne

Nina H.

Frühstück bei Piksls

Heute war wieder das berühmte Samstagfrühstück im Piksl-Labor. Etwa 14 Menschen teilten sich Brötchen, Nutella, Käse, Cashewkernmus, Marmalade, Wurst und Eier und natürlich Kaffee. Unterschiede mit Blick auf Hautfarbe, Religion, Herkunft, Geschlecht und Haarfarbe wurden nicht gemacht. Jede und Jeder durfte mitessen, trinken und diskutieren.

5 Monate BBW

Ich habe die Tage bereits auf dem Sofa überlegt, wie ich den Text anfangen kann. Und habe will herumgesponnen. Über den fliegenden Wechsel meiner Stelle und die große Umstellung von Emmaus zum BBW.

Damals war es eine ganz andere Arbeit, als ich jetzt mache. Es ist für mich eine besondere Herausforderung in der Spülküche und der Essensausgabe zu arbeiten. Mein Chef traut uns das aber zu. Das ist etwas Besonderes.

Neue Menschen und viel Spaß

Seit etwa zwei Wochen ist eine sehr nette Kollegin in der Spülküche. Ich komme sehr gut mit ihr zurecht. Sie geht nicht mehr zur Schule. Vorher war sie zuhause und war Hausfrau. Jetzt macht sie bei uns einen 1-Euro-Job und möchte sehr gerne bei uns einige Stunden arbeiten.

Zuerst mussten wir uns noch beschnuppern. Inzwischen sind wir aber ein gut eingespieltes Team. Jeder weiß, was zu tun ist. Und wir haben viel Spaß auf der Arbeit.

Noch muss sie auf Bestätigung warten, aber unser Chef sagt, dass es gut aussieht und sie bei uns anfangen kann.

Viel zu tun

In den fünf Monaten hat sich mein Leben komplett umgestellt. Die vielen neuen Menschen, mit denen ich zu tun habe: Kollegen, Azubis und Praktikanten.

Wir schieben die leeren Wagen vom Vortag, dreilagig gestapelt nach draußen und holen die gefüllten Wagen mit dem heutigen Essen herein. Dann geht es zur Essensausgabe.

Besonders aufregend ist aber die Arbeit in der Spülküche.

Wir bereiten immer drei Geschirrkörbe vor. Einer von uns bringt das dreckige Geschirr auf einem von drei Rollwagen herein. Dann sortieren wir das Geschirr und Besteck in die Körbe. Mit einer Brause spülen wir das Geschirr zuerst einmal ab.

Danach geht es in die Spülmaschine. Dazu muss ich einen Deckel hochziehen und den Korb unter den Deckel schieben. Der wird dann geschlossen und mit einer Taste kann ich die Maschine starten.

Dann, wenn das grüne Licht leuchtet, ist die Maschine fertig und ich kann den Deckel wieder hochschieben.

Der Korb wird zum Kühlen und Nachtrocknen zur Seite geschoben. Wir haben schonmal versucht, das Geschirr gleich abzutrocknen, aber es war noch viel zu heiß.

Heute war ganz viel zu tun.

Dann ging das:

Deckel rauf

Korb zur Seite

neuen Korb heran

Deckel runter

Zacki Zacki lief das ab.

Ihr hättet mich heute sehen sollen. Da gab es immer etwas zu tun.

Ich freue mich, dass ich noch so viel Spaß habe, trotz der großen Umstellungen und der Arbeit.

Eure PIKSL Queen

Emma hat sich entschieden

Seit 15. November ist es nun offiziell. Am vergangenen Donnerstag hatte ich das Abschlussgespräch zu meinem Praktikum. Ich habe die Stelle im BBW angenommen. Und ich bin glücklich mit der Stelle.

Jahrelang war ich mit meiner Stelle im Altenheim zufrieden. Dennoch war ich neugierig, was es sonst noch gibt. Ich wollte Neues ausprobieren. Die Arbeit in der Kantine vom Berufsbildungswerk war für mich spannend und ich war neugierig, ob ich flexibel genug für die neue Arbeit und die neuen Kolleg*innen bin. Das Praktikum war eine aufregende Zeit.

Heute war ein solch’ aufregender Tag. Einige Azubis mussten kochen und andere waren am lernen. Deshalb konnten sie uns in der Spülküche nicht helfen. Darum waren wir nur zu dritt und die Arbeit war viel. So viel Geschirr. Ihr ahnt es nicht. So viel Geschirr.

Doch Rettung nahte. Der Chef stand uns zur Seite. Er sah das viele schmutzige Geschirr und fragte, ob er uns helfen könne. Im Chor antworteten wir: Ja, bitte!

Also packte unser Chef mit an. So konnten wir bis Feierabend alls wegspülen.

Bis bald,

Eure Emma.

(Fortsetzung folgt)

Emma macht Praktikum im BBW

Ich bin eine selbstständige Frau, die ihren alten Beruf hinter sich lässt und sich neuen Herausforderungen in einer neuen Aufgabe stellt.

Es war schon immer mein Wunsch mit älteren Menschen zu arbeiten und für 29 Jahre hat sich dies erfüllt. In dieser Zeit habe ich sehr viel gemacht. Am Anfang war ich Stationshilfe, ein Mädchen für Alles. Ich habe Bewohner*innen zum Arzt gebracht und wieder abgeholt, sie zur Arbeit begleitet und ihnen in der Mittagszeit das Essen gereicht. Wenn wenig zu tun war, konnte ich mich mit den älteren Damen und Herren unterhalten und mir ihre Sorgen und Probleme angehört. Ich habe in der Küche geholfen, Schränke und Regale aufgefüllt und immer gemeinsam mit meinen Kolleg*innen gefrühstückt.

Für 19 Jahre war das meine Welt. Es waren schöne, wenn auch schwere Zeiten.

Diese wurden jäh unterbrochen, als ich berichtet bekam, dass ich den Arbeitsplatz wechseln müsste. Und von heute auf morgen musste ich mich für Werkstatt oder Hauswirtschaft entscheiden. Also wechselte ich in den Hauswirtschaftbereich und bekam einen neuen Chef und neue Kolleg*innen. Das war ein riesen Brocken. Zum Glück waren viele Aufgaben ähnlich, wie auf der Station. Die wenigen neuen Aufgaben konnte ich gut erlernen.

In der Küche hatten wir damals auch Helfer*innen, die bei uns ihre Sozialstunden abarbeiten sollten. Meine Aufgabe bestand darin, zu notieren, ob sie pünktlich zur Arbeit erschienen und wie lange sie gearbeitet hatten. Ich fand diese Arbeit sehr spannend, weil ich damit viel Verantwortung hatte. Es war schön zu wissen, dass sich die anderen auf mich verlassen konnten.

Für zehn Jahre war es mein Job Kaffee für alle im Küchenbereich zu kochen, den Aufenthaltsraum ordentlich zu halten, Lieferungen ausräumen und verteilen und für Beerdigungen, Beiratssitzungen und Dienstbesprechungen den Teewagen vorzubereiten.

Mittwochs hatten die Bewohner*innen immer die Möglichkeit am Nachmittag gemeinsam Kaffee und Kuchen – und Eis manchmal auch (die habe es sich dann gut gehen lassen) in der Cafeteria zu sich zu nehmen. Doch musste ich die Wagen mit den Kuchen aus der Küche im Keller eine Etage nach oben zu bringen und die Leckereien auf Bleche zu verteilen.

Nun habe ich in diesem Jahr erfahren, dass abermals neue Herausforderungen vor mir stehen: Ich wechsel erneut den Arbeitsplatz.

Aber zuerst steht ein Praktikum in der Cafeteria im Berufsbildungswerk an.

Zwei Tätigkeiten habe ich bereits kennen gelernt. Die Arbeit in der Spülküche und – ganz neu für mich: die Essensausgabe. Das ist sehr toll, weil es neu für mich ist und mein Chef mir diese Aufgabe auch zutraut. Ich lerne dabei viele neue Menschen kennen. Manche sind sehr geduldig, weil sie wissen, dass ich noch im Praktikum bin.

Das fertige Essen wird uns in einem Wagen gebracht. Es ist dann unsere Aufgabe, die Behälter mit dem Essen vom Wagen in die Wärmetheke zu legen. Es gibt immer zwei Menüs. Gestern gab es Pizza. Jedoch durfte meine Kollegin diese ausgeben. Da habe ich schon zu ihr gesagt, dass viel mehr zu ihr gehen werden, als zu mir. Und so war es auch: Von der Pizza ging ganz viel weg. Die war sehr beliebt.

Der Wechsel ist sehr anstrengend, denn es dauert lange, die neue Stelle kennen zu lernen. Die Kolleg*innen, Auszubildenden und den Chef. Aber ich hoffe, dass alles gut wird und ich mich in der neuen Stelle gut zurechtfinde.

Eure Emma